"Du siehst, wohin du siehst..." - Klanginstallation/ Abformungen von Grabreliefs aus weißem Ton, Weiden, Teekanne/ Lautsprecher, Tonaufnahme des Gedichtes "Es ist alles eitel" von Andreas Gryphius,  2,4 x 6m,  2019

                                                                                                           Andreas Gryphius, um 1640

Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden.

Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein; (...)

Der hohen Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn.

Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch, bestehn?

Ach, was ist alles dies, was wir für köstlich achten,

Als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind,

Als eine Wiesenblum, die man nicht wiederfind`t!

Noch will, was ewig ist, kein einig Mensch betrachten.