Installation "Zeitlabor", Kunstraum hase29 der GZK Osnabrück, 2016    Fotografie 1+3 von Angela von Brill

Die Installation befasst sich mit der Gleichzeitigkeit von persönlichen Erinnerungen und gesellschaftlichen Veränderungen. Private Erinnerungsstücke wie gefleckte Eier, Kreisel oder Blattsamen vollführen in transparenten Kugeln kreisende Bewegungen. Zerschnittene Landkarten von Europa rotieren und hüpfen in verschiedenen Geschwindigkeiten. Weckgläser, in denen Zeitungsfotografien leuchten, bilden zusammen mit den rotierenden Kugeln einen Strom. Computerlüfter und kleine Getriebemotoren verursachen zudem einen surrenden, teils heulenden Klang. Die wiederkehrenden Bewegungen lassen Relikte einer vergangenen Zeit lebendig werden. Es entsteht ein Prozess von Auflösung und Rekonstruktion – mit ungewissem Ausgang.